Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich viele Ärzte mit dieser Therapieform beschäftigt, die Tuberkulose galt als Volkskrankheit.
Der Schweizer Arzt, Alexander Spengler (* 20.03.1827 Mannheim, + 1.11.1901 Davos) gilt auch heute noch als Pionier dieser Therapieform.
Er vermutete, dass die Luft im Hochgebirgsklima von Davos heilsam auf die Tuberkulose wirkte.
Die einheimische Bevölkerung in dieser Region war weitgehendst von dieser Krankheit verschont geblieben, was seit der Entdeckung des Tuberkuloseerregers auf das geringere epidemiologische Risiko in diesen Gebieten zurückzuführen war.
(Quelle: Wikipedia)
Alexander Spengler war nach seinem Medizinstudium in Zürich als Landarzt in Davos tätig. Der Medizinhistoriker und Badearzt Conrad Meyer-Ahrens - ebenfalls in Zürich tätig - wies schon 1845 auf Erfolge von Dr. Lucius Rüedi bei tuberkulosekranken Kindern im Hochtal von Davos hin.
Lungenkranke, die mit anderen Therapien keinen Heilung erfahren hatten, verbrachten 1865 erstmals einen Winter in Davos, wo sie angeblich von der Tuberkulose genasen.
In den nachfolgenden Jahrzehnten entwickelte sich so die Luftkur in der Alpenregion. Davos, Leysin, Arosa und Montana mauserten sich zu bedeutenden Luftkurorten für Lungenkranke. Das Kurgeschäft boomte bis in den Jahren, um 1940, Tuberkulose-Impfstoffe, Tuberkulostatika und Antibiotika die zeitaufwendige Therapieform "Luftkur" ablösten.
Man beschritt neue Wege und die damals entstandenen Kliniken, Kurhotels usw. widmeten sich wieder der allgemeinen Rehabilitation, der Behandlung von Allergien und Asthma.
Ein Urlaubsaufenthalt und die positive Wirkung der Heilklima-Kurorte und ihr Einfluss auf krankhafte Prozesse sind kaum von einer spezifischen Wirkung zu unterscheiden.
Inzwischen werden medizinische Indikationen vielerorts gleichgesetzt mit touristischen Interessen der Kurorte. Hin- und wieder überlagern die wirtschaftlichen.